Donnerstag, 14. März 2013

Evolution, Ernährung, Blutzuckerspiegel und Insulin


Die Unterschiede (in der Ernährung der Jäger und Sammler zur vorherrschenden Ernährung) beruhen vor allem darauf, dass rund 72 Prozent dessen, woraus das durchschnittliche US-Amerikanische (und in etwa auch das europäische) Essen, bis vor sehr kurzer Zeit nicht in unserer Ernährung enthalten war: Milch- und Getreideprodukte, weißer Zucker und Pflanzenöle......

Die Erfindung des Ackerbaus hat der Menschheit neue Nahrungsquellen erschlossen, ohne die es nie möglich gewesen wäre, immer mehr Menschen auf dieser Erde zu ernähren......

Allerdings waren die Folgen des mit der Landwirtschaft einhergehenden Qualitätsverlustes der Nahrung auch deutlich spürbar.

Die Menschen wurden kleiner, die Säuglingssterblickeit stieg an, die Lebenserwartung verringerte sich, Infektionskrankheiten nahmen zu, Eisenmangelerscheinungen wurden häufig, die Knochen wurden brüchiger und Karies kam auf.

Zucker wurde sogar erst in den letzten 200 Jahren allmählich zu einem wichtigen Nahrungsbestandheil und brachte einen weiteren Qualitätsverlust mit sich......

So wurden die Ernährung mehr und mehr durch billige Kohlenhydrate geprägt.......

Nahrungsmittel unterscheiden sich stark darin, wie sehr sie den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen. Dies hängt teilweise von der Menge und Art der enthaltenen Kohlenhydrate ab, aber auch davon, wie die Zusammensetzung der Nahrung insgesamt ist.

Produkte, die Zucker und weißes Mehl enthalten, schlagen hier besonders stark zu Buche......

Deutlich geringer ist der Effekt bei Obst und Gemüse. Diese enthalten zwar neben Wasser ebenfalls hauptsächlich Kohlenhydrate, aber eben in anderer Form - nämlich als omplexe, langkettige Kohlenhydrate, die aus einer Vielzahl von Glukose- und Fruktosemolekülen bestehen und im Körper erst in ihre Bestandteile zerlegt werden müssen.    

Mehl und geschälter Reis bestehen dagegen aus fast reiner Stärke, die sehr schnell in Glukose zerlegt wird.

Das Gleiche gilt für gekochte Kartoffeln, die den Blutzuckerspiegel noch schneller anheben als Haushaltszucker (Saccharose), denn dieser besteht nur zur Hälfte aus Glukose, die andere Hälfte ist Fruchtzucker (Fruktose), welcher wie bei Obst und Gmüse erst in einem weiteren Schritt zur Glukose umgewandelt werden muss.

Der heute oft beklagte hohe Blutzuckerspiegel ist also sehr wahrscheinlich eine Folge der Ernährungsumstellung vor vielen Jahren. Er führt zunächst zu einem Anstieg des Insulins, das erforderlich ist, damit der Zucker aus dem Blut in die Leber- und Muskelzellen aufgenommen werden kann.

Hierdurch kann der Blutzuckerspiegel wieder stark abfallen,  was im Anschluss zu einem Hungegeühl führt - und wir müssen eine neue Portion Zucker nachlegen.   

 

Aus: GANTEN / SPAHL / DEICHMANN:   Die Steinzeit steckt uns in den Knochen.  Piper-Verlag  2011  (Kapitel: Allesfresser)



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